Live-Workshop
Das Blasentagebuch, aus dem du die Behandlung ableitest.
Welcher Urgency-Typ vorliegt, erkennst du schon im Assessment.
Der Kurs: Erweiterte Blasentagebuch-Analyse und Blasentraining. Mit Dr. Beth Shelly, Mitautorin internationaler ICS- und IUGA-Terminologieberichte.
Frühbucher bis 31. Oktober 2026: 139 €, danach 159 €.
Auf Englisch, mit deutschen Slides zum Mitlesen. Die Slides bekommst du schon vor dem Termin. So folgst du Beth live auf Deutsch, auch wenn dein Englisch nicht perfekt ist.
Nicht live dabei? Du bekommst 12 Monate Zugriff auf die Aufzeichnung, mit deutschen Untertiteln.
Die Referentin
Warum von Beth Shelly lernen
Diese Methode kommt von einer der führenden Fachpersonen im Feld. Beth Shelly hat internationale Terminologieberichte von ICS und IUGA mitverfasst und arbeitet seit über 35 Jahren mit Blasenfunktion und Inkontinenz.
- Mitautorin des ICS-Berichts zur Untersuchung der Beckenbodenmuskulatur (2021) und des IUGA/ICS-Berichts zur konservativen Therapie (2017)
- Doctor of Physical Therapy, zertifiziert in Women's Health und in Biofeedback
- Über 35 Jahre klinische Erfahrung, eigene Praxis in Moline, Illinois
- Unterrichtet Fachpersonen aus Physiotherapie und Medizin weltweit
Für wen
Für wen dieser Workshop ist
Für Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten mit Schwerpunkt Beckenboden, die Blasentagebücher bereits einsetzen und ihre Auswertung vertiefen wollen. Ebenso geeignet für andere Fachpersonen im Beckenbodenbereich. Die Methode deckt Patientinnen und Patienten ab, Drang- und Belastungsinkontinenz, OAB und Nykturie.
Von Vorteil: Du hast bereits eine Fortbildung zur konservativen Behandlung von Beckenbodendysfunktion besucht.
Das Problem
Ein Blasentagebuch wird oft ausgegeben und dann ausgezählt: Wie oft geht die Patientin zur Toilette? Diese Häufigkeit sagt wenig über den Schweregrad und noch weniger darüber, welche Behandlung greift. Am Ende bleibt oft nur, über Wochen auszuprobieren, was hilft.
Der Ansatz
Das Blasentagebuch, das mehr zeigt als wann und wie oft
Die meisten von uns kennen das Blasentagebuch als Strichliste. Uhrzeit, Häufigkeit, im besten Fall die Trinkmenge. Beth Shelly nutzt es als vollständiges Analyseinstrument. In ihrer erweiterten Form steht neben dem gemessenen Miktionsvolumen auch eine Skala für den Harndrang und die Art der aufgenommenen Flüssigkeit. Aus diesen Spalten wird eine Beziehung lesbar, die eine reine Häufigkeitsliste nie zeigt: Wann tritt starker Drang bei kleiner Menge auf, und was hat die Patientin in der Stunde davor getrunken oder getan.
In diesem vierstündigen Live-Workshop lernst du, dieses erweiterte Tagebuch anzuleiten, korrekt messen zu lassen und auszuwerten. An echten Fällen zeigt Beth, wie sie Trigger erkennt, normalen Harndrang von Urgency trennt und mit strukturierten Vergleichen wie der Koffein-Challenge arbeitet. Du erfährst, warum drei bis vier gemessene Tage genügen, wie die Instruktion über die Rücklaufquote entscheidet und wo die Aussagekraft des Tagebuchs endet.
Am Ende hast du eine Methode, die du danach direkt in die Behandlung übernehmen kannst.
Sensationsanalyse
Wie stark, und warum
Ein Blasentagebuch, zwei Urgency-Typen, zwei Behandlungswege.
Häufigkeit sagt dir, wie oft jemand zur Toilette geht. Sie sagt dir nicht, wie schwer das Problem ist und welche Behandlung greift. Beth Shelly liest beides aus der Blasenempfindung (Sensation) heraus.
Ein starker Drang bei kleiner Menge bedeutet etwas anderes als bei voller Blase. Ein Harndrang, der ohne Vorwarnung wie ein Lichtschalter kommt, spricht auf andere Behandlung an als einer, der sich langsam aufbaut. Wer diese Muster im Tagebuch erkennt, entscheidet die Therapie im Assessment, nicht nach Wochen.
Mit der Sensationsanalyse siehst du früher, welcher Behandlungsweg passt.
Wie Beth die Empfindung an Normwerten einordnet und die zwei Urgency-Typen auseinanderhält, zeigt sie im Workshop mit Fallbeispielen aus ihrer Praxis. Dasselbe gilt für das Trinkprotokoll, dessen Aussagekraft oft unterschätzt wird.
Normwerte
Sind acht Toilettengänge am Tag zu viel?
Mit Normwerten beantwortest du das, statt es zu schätzen.
Erst der Normwert macht aus einer Zahl einen Befund.
Oft endet eine Auswertung bei einem Eindruck. Beth Shelly rechnet aus einem gemessenen Tagebuch acht Werte aus und vergleicht sie mit Referenzbereichen nach Alter und Geschlecht. So bekommt jede Zahl einen Maßstab.
Das wird berechnet:
Tagwerte: V24, F24, Vave, Vmax.
Nachtwerte: Vn, Nykturie, NPi, Ni.
Was diese Werte verraten und wo ihre Grenzen liegen, erklärt Beth im Workshop Schritt für Schritt. Die Referenztabellen für Frauen und Männer bekommst du dazu.
Das lernst du
Das nimmst du mit
Nach dem Workshop kannst du:
- entscheiden, wann ein Blasentagebuch sinnvoll ist und wann nicht, und die passende Variante wählen: einfach, erweitert oder Behandlungstagebuch
- das erweiterte Tagebuch anleiten und korrekt messen lassen, mit gemessenen Volumina in Millilitern statt Schätzung, über drei bis vier Tage
- die Trinkmenge nach Volumen, Timing und Art auswerten und Reizstoffe systematisch prüfen, über Koffein-Challenge, Säure-Challenge und die Berechnung des Anteils nicht reizender Flüssigkeit
- die Beziehung zwischen Harndrang und Miktionsvolumen lesen und Trigger erkennen, etwa starken Drang bei kleiner Menge
- normalen Harndrang von Urgency unterscheiden, die beiden Urgency-Typen einordnen und die Blasensensationen entlang der ICS-Definitionen kategorisieren
- die Aussagegrenzen des Tagebuchs benennen: keine zuverlässige Aussage zur Verlustmenge, keine Trennung von Drang- und Belastungsinkontinenz
- die Ergebnisse in die Behandlung übertragen, über Gewohnheitsbildung, Wahrnehmungsschulung und die informierte Entscheidung der Patientin
- aus der Auswertung ein gezieltes Blasentraining ableiten
Inklusive
Das bekommst du an die Hand
Nicht nur zuhören. Du gehst mit Material, das am nächsten Tag in der Praxis liegt.
- Die drei Tagebuch-Vorlagen auf Deutsch, einfach, erweitert und Behandlungstagebuch, mit einer Anleitung für Patientinnen und Patienten zum Weitergeben.
- Die Sensationsskala 0 bis 4 als Kurzreferenz für die Auswertung.
- Der interaktive Rechner, der aus den gemessenen Summen sofort Vave, NPi und Ni gegen die Normwerte auswertet.
- Das Ablaufprotokoll für die Koffein-Challenge, mit Prä- und Post-Erhebung.
- Das Ablaufprotokoll für die Säure-Challenge (Prelief), mit Prä- und Post-Erhebung und dem Hinweis zur Verfügbarkeit in Deutschland.
- Die Rechnung zum Anteil nicht reizender Flüssigkeit.
- Eine Literatur- und Normwertliste mit den zentralen Belegen: Amundsen 2007 für Frauen, Tissot 2008 für Männer, Hashim und Abrams 2008 zur Trinkmenge, ICS-Terminologie (Haylen et al. 2010).
- 12 Monate Zugriff auf die Aufzeichnung des Workshops.
Sichere dir deinen Platz
Vier Stunden mit Dr. Beth Shelly, live online, plus 12 Monate Zugriff auf die Aufzeichnung. Frühbucherpreis 139 € bis 31. Oktober.
Was Patientinnen sagen
Beth hat mir enorm geholfen. Bei meinem Facharzt kam ich nicht weiter, es gab nur immer neue Tests und Medikamente. Über eine Überweisung kam ich zu Beth, und plötzlich ergab alles einen Sinn. Mir geht es viel, viel besser. Es ist ein Prozess, aber er lohnt sich. Danke, Beth!
Nancy, Patientin. Übersetzt aus dem englischen Original auf bethshelly.com.
Deine Referentin
Dr. Beth Shelly
Dr. Beth Shelly, PT, DPT, WCS, BCB-PMD, ist Doctor of Physical Therapy und in den USA zertifiziert in Women's Health und in Biofeedback für Beckenbodendysfunktion. Sie arbeitet seit über 35 Jahren in diesem Feld, spezialisiert auf die Gesundheit von Frauen und Männern, und führt eine eigene Praxis in Moline, Illinois.
Ihren Abschluss machte sie 1985 summa cum laude an der Northeastern University, den Doctor of Physical Therapy 2007 an der St. Ambrose University. Sie ist Mitautorin zweier ICS- und IUGA-Berichte zur Standardterminologie im Beckenbodenbereich und Women's-Health-Editorin zweier Lehrbücher. Sie unterrichtet Fachpersonen aus Physiotherapie und Medizin weltweit, unter anderem in England, Spanien, Australien, Neuseeland und Brasilien.
Mehr über Beth und ihre Arbeit: bethshelly.com
Quelle: bethshelly.com/about
Deine Gastgeberin
Sabine Meissner
Ich bin Sabine Meissner, Physiotherapeutin mit Schwerpunkt Beckenboden. Diesen Kurs habe ich selbst bei Beth gemacht und war begeistert, wie viel sich aus einem Blasentagebuch herausholen lässt und wie sehr es die Arbeit erleichtert.
Über den Begriff Blasentagebuch bin ich zuerst gestolpert. Bei uns heißt das Miktionsprotokoll und Trinkprotokoll, und das sind zwei getrennte Dinge. Das Blasentagebuch fasst beide zusammen und kann noch weit mehr.
Daraufhin habe ich Beth geschrieben, und ich freue mich, dass ich sie für diesen Workshop gewinnen konnte. Ich bin überzeugt, dass uns dieses Assessment wirklich hilft, schnell eine gezielte Behandlung festzulegen.
Organisatorisches
Auf einen Blick
- Datum: 14. November 2026, 14:00 bis 18:00 Uhr (MEZ, deutsche Zeit).
- Format: live online über Zoom.
- Sprache: Englisch. Deutsche Slides vorab zum Mitlesen, deutsche Untertitel in der Aufzeichnung.
- Aufzeichnung: 12 Monate Zugriff nach dem Termin.
Anmeldung
Preis
Frühbucherpreis bis 31. Oktober 2026 · du sparst 20 € · 12 Monate Zugang
- Vierstündiger Live-Workshop mit Dr. Beth Shelly
- Deutsche Slides vorab zum Mitlesen
- Das komplette Materialpaket
- 12 Monate Zugriff auf die Aufzeichnung
- Rechnung auf deine Praxis möglich
Fragen
Häufige Fragen
In welcher Sprache findet der Workshop statt?
Über welche Plattform läuft der Workshop?
Gibt es eine Aufzeichnung?
Welche Vorkenntnisse brauche ich?
Reicht mein Englisch?
Kann ich auf meine Praxis buchen?
Bekomme ich eine Teilnahmebescheinigung?
Was passiert nach der Anmeldung?
Das Blasentagebuch, aus dem du die Behandlung ableitest.
Vier Stunden mit Dr. Beth Shelly, mit deutschen Slides vorab zum Mitlesen. 14. November 2026, 14:00 bis 18:00 Uhr. Frühbucherpreis 139 € nur bis 31. Oktober.


